Nach eigenen Worten soll Lukaschenko durch seinen Vermittlungsversuch angeblich ein hohes Risiko eingehen. Worin genau allerdings dieses Risiko bestehe, ließ der belarussische Präsident dann allerdings offen. Gleichzeitig warnte Lukaschenko vor einem möglichen Dritten Weltkrieg und dem Einsatz von Atomwaffen. Aus seiner Sicht tragen die USA und ihre westlichen Verbündeten die Schuld am Ausbruch des Krieges. Aus diesem Grund lauere nun ein möglicher Dritter Weltkrieg am Horizont. Zwar ist Belarus nicht direkt in den Konflikt involviert, hatte im Verlauf des Krieges jedoch der russischen Armee immer wieder erlaubt auch Angriffe von belarussischem Territorium aus zu starten. Im Augenblick absolvieren außerdem russische und belarussische Militäreinheiten gemeinsame Manöver. Erst vor wenigen Tagen hatte der russische Präsident Wladimir Putin angekündigt, ab dem kommenden Sommer atomare Waffen auf dem Staatsgebiet von Belarus stationieren zu wollen. Im Vorfeld waren bereits mehrfach Verhandlungen über einen Waffenstillstand zwischen Russland und der Ukraine gescheitert. Die Regierung in Moskau fordert von der Ukraine die Anerkennung der Annexionen der besetzten Gebiete, während die Regierung in Kiew als Vorbedingung für Verhandlungen den Abzug aller russischen Soldaten von ukrainischem Gebiet verlangt.