Westliche Militärexperten rechnen damit, das etwa die Hälfte aller Häftlinge, die für die Wagner-Söldner auf das Schlachtfeld gezogen sind, entweder verwundet oder getötet wurden. Doch offenbar drängt die russische Regierung darauf, die restlichen Strafgefangenen nach Ablauf ihrer 6-monatigen Dienstzeit zu entlassen und anschließend zu begnadigen. Gleichzeitig wurde den Söldnern bereits vor wenigen Wochen verboten, neue Strafgefangene zu rekrutieren. Dies dürfte nun den Mangel an Soldaten bei den Söldnern weiter verschärfen. Interessant dürfte auch zu sehen sein, wie sich die Entlassung zahlreicher gewalttätiger Straftäter mit traumatischen Kampferfahrungen in der Ukraine bei ihrer Rückkehr in die russische Gesellschaft auswirken wird. Zuletzt hatte es immer wieder Probleme zwischen dem Kreml und den Söldnern gegeben. Aus diesem Grund glauben Analysten, dass diese Entscheidung im Kreml getroffen wurde, um die Söldner weiter zu schwächen.