Wann genau die ukrainische Armee allerdings mit ihren Gegenstoß beginnen wird, scheint bislang noch nicht festzustehen. Amerikanische Militärexperten rechnen allerdings nicht mit einem Start der Offensive vor Ende Mai. Rund um Saporischschja soll die russische Armee die Abschnitte der Front besonders sicher befestigt und gleichzeitig das Gebiet massiv vermint haben. Zudem sollen in der Gegend um Cherson weitere 11.000 ukrainische Soldaten mit der Planung einer Landungsoperation über den Fluss beschäftigt sein. Damit wollen die ukrainischen Truppen offenbar verhindern, dass die russische Armee weitere Reserven in Richtung Saporischschja verlegt. Außerdem dürfte der Start der Gegenoffensive auch davon abhängen, wie sich die Situation rund um die hart umkämpfte Stadt Bachmut entwickelt. Dort rücken noch immer Söldner der Gruppe Wagner langsam immer weiter in der Stadt vor. Für die Gegenoffensive der ukrainischen Armee muss offenbar außerdem darauf gewartet werden, dass die schlammigen Böden ein wenig trockener werden. Schlammiger Untergrund verhindert nämlich generell ein schnelles Vorankommen während einer Offensive.