Doch der Schlamm in der Ukraine ist nur ein Aspekt der Natur, der nach Ansicht von Militäranalysten dem russischen Militär zu schaffen macht. Nachdem Russland während großer Teile seiner Kampagne 2022 in der Ukraine zahlreiche Rückschläge auf dem Schlachtfeld hinnehmen musste, hatte es auf den Winter gesetzt, um den Kurs seiner Streitkräfte zu korrigieren, so einige Beobachter. Berichten zufolge rechnete Putin damit, dass das kalte Wetter das schlammige Gelände der Ukraine gefrieren lassen würde, um seinen Truppen ein besseres taktisches Manövrieren zu ermöglichen, während Artillerieangriffe auf die zivile Infrastruktur abzielten, um Wärme- und Stromquellen auszuschalten.
Russland konnte in den letzten Monaten zwar einige militärische Erfolge erzielen, aber keiner davon war wahrscheinlich das Ergebnis eines Winters, der in der Ukraine milder ausfiel als üblich. Jetzt wird das bekanntlich fruchtbare Terrain der Ukraine, das das Land zu einem der weltweit größten Getreideexporteure gemacht hat, zunehmend schlammig.