Menschen auf der ganzen Welt fragen sich, wo Wladimir Putins Expansionspläne enden werden, falls er es wirklich schaffen sollte, die Ukraine zu erobern. Würden die russischen Truppen tatsächlich an der Grenze zu Polen haltmachen oder sogar einen Versuch unternehmen noch weiter in Richtung Westen zu marschieren? Ein Russland-Experte warnt in diesem Zusammenhang vor Putins unermesslichem Appetit, der dann auch für Deutschland Konsequenzen haben könnte!
Der bekannte russische Soziologe Grigori Judin (39) gibt gegenüber den Medien nun zu verstehen, dass der russische Imperialismus unter Putin keinerlei Grenzen akzeptiere. Deshalb vermutet Judin, dass es Wladimir Putin nicht nur darum gehen könnte die alte Sowjetunion wiederherzustellen, sondern gleichzeitig auch die ehemaligen Staaten des Warschauer Pakt unter Kontrolle zu bekommen. Zu den Mitgliedsländern des Warschauer Pakts hatte unter anderem auch Polen und die DDR gehört. Aus diesem Grund will Judin nicht ausschließen, dass es Wladimir Putin auch auf den Osten Deutschlands abgesehen haben könnte. Denn immerhin hat Putin durch seine Tätigkeit beim russischen Geheimdienst einen engen Bezug zu Ostdeutschland. Putin war ab dem Jahr 1985 mehrere Jahre in der DDR und hatte dort für den sowjetischen Geheimdienst KGB gearbeitet. Außerdem spricht der russische Präsident fließend Deutsch, hat er eine Vorliebe für deutsches Bier und kennt das Land viel besser als die meisten anderen westlichen Länder. Zudem habe Putin bemerkt, das ist in Deutschland noch immer wesentliche Unterschiede im Denken und Handeln zwischen dem Westen und im Osten bestehen. Deshalb könnte Putin durchaus versuchen diese Differenzen weiter zu vertiefen. Judin geht davon aus, dass bei einer erfolgreichen Expansion von Putin in Osteuropa vor allem in Ostdeutschland die Frage aufkommt, ob man sich den USA oder doch lieber Russland zuwenden soll.