Auf dem Militärstützpunkt in Laage sind zur Zeit auch die Maschinen des taktischen Luftwaffengeschwaders 71 Richthofen aus dem niedersächsischen Wittmund stationiert. Denn dort werden im Augenblick Arbeiten an den Start- und Landebahnen vorgenommen, die noch bis ins Jahr 2024 andauern sollen. Wie von Seiten der Luftwaffe bestätigt wird, seien solche Einsätze wie am vergangenen Donnerstag nicht besonders ungewöhnlich. Angesichts des Konflikts in der Ukraine habe sich die Anzahl solcher Alarmstarts von deutschen Abfangjägern deutlich erhöht. Im Vergleich zum Jahr 2021 hat sich ihre Anzahl vervielfacht. Experten rechnen auch in diesem Jahr mit einem weiteren Anstieg. Im gesamten letzten Jahr waren 30 Alarmstarts verzeichnet worden und in diesem Jahr hatte es vor dem Ende des zweiten Monats des Jahres bereits 9 Alarmstarts gegeben. Sämtliche in diesem Jahr durchgeführten Alarmstarts waren auf russische Flugzeuge zurückzuführen. Generell scheinen die russischen Maschinen im Moment gezielt die Grenzen auszuloten, um die Alarmstarts der deutschen Kampfjets zu provozieren. Bei den Einsätzen werden allerdings auch die Alarmstadt über dem Baltikum miteingerechnet. Dort sind im Augenblick 5 Eurofighter auf einem Flugplatz in Estland stationiert, um den Luftraum über den baltischen Staaten Estland, Lettland und Litauen gegen das Eindringen russischer Flugzeuge zu sichern.