Im vergangenen Jahr hat ein Sabotageakt dafür gesorgt, dass es an den Gaspipelines Nord Stream 1 und Nord Stream 2 zu Gaslecks gekommen ist, die die Gasleitungen für längere Zeit komplett unbrauchbar gemacht haben. Bis zum heutigen Tag ist nicht geklärt, wer für die Sabotage verantwortlich ist. Damit sich solche Vorfälle in Zukunft nicht wiederholen haben die Verteidigungsminister des westlichen Militärbündnisses jetzt einen ehemaligen deutschen Generalleutnant zum Leiter einer Stelle ernannt, die solche Ereignisse an Gasleitungen und Öl-Pipelines in Zukunft verhindern soll.
Deshalb hat die NATO nun den Generalleutnant außer Dienst Hans Werner Wiermann zum Leiter einer Behörde berufen, die für einen besseren Schutz von Unterwasserpipelines sorgen soll. Diese Entscheidung hat der NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg am Mittwoch in Brüssel mitgeteilt. Zukünftig soll Wiermann aus dem NATO-Hauptquartier in Brüssel eine Koordinierungsstelle leiten, deren Aufgabe der Schutz von wichtiger Infrastruktur unter der Meeresoberfläche sein soll. Bei seiner Rede erinnerte NATO-Generalsekretär Stoltenberg daran, dass die Sabotage an den Gaspipelines Nord Stream 1 und Nord Stream 2 gezeigt habe, wie verwundbar man in diesem Zusammenhang sei. Deshalb ernannte er nun Hans Werner Wiermann für diesen neuen Posten. Der ehemalige Generalleutnant war bis zum vergangenen Sommer Generaldirektor des Internationalen Militärstabs der NATO gewesen. Von den Verteidigungsministern der Mitgliedsländer wurden nun von militärischer Seite konkrete Vorschläge gefordert, wie man Unterwasserpipelines zukünftig besser vor Sabotage schützen könnte. Angestrebt wird in diesem Zusammenhang auch eine bessere Zusammenarbeit zwischen den NATO-Ländern, der Industrie und dem zivilen Sektor. Unter anderem wurde über einen Einsatz von innovativen Technologien, wie beispielsweise Unterwasserdrohnen nachgedacht.