Weil dem Kinderarzt Ashraf S. im Krankenhaus Freiberg ein tödlicher Fehler unterlaufen war, musste der erst siebenjährige Jeremy sterben. Der Junge war am Pfeifferschen Drüsenfieber erkrankt und wegen der fehlerhaften Behandlung gestorben. Nun muss sich der Arzt dafür verantworten!
Das Drama hatte sich abgespielt, als die Eltern den siebenjährigen Jeremy ins Kreiskrankenhaus nach Freiberg gebracht hatten. Zuvor hatte das Kind über sehr starke Halsschmerzen geklagt. 5 Tage später war das Kind dann gestorben. In den vergangenen 5 Jahren hatten sich Ermittler und Experten mit der Aufarbeitung dieser Tragödie befasst. Im Dezember 2022 hatte die Staatsanwaltschaft vor dem Amtsgericht Freiberg den ägyptischen Arzt Aschraf S. und die tschechische Ärztinm Jarmila D. wegen fahrlässiger Tötung angeklagt. Wie die Ermittler rekonstruieren konnten, war der kleine Jeremy am Pfeifferschen Drüsenfieber erkrankt, was dazu geführt hatte, dass der Hals des Jungen komplett zugeschwollen war. “Jeremy hatte Angst zu ersticken“, erinnert sich sein Vater. Zwar hatten die Ärzte dem Jungen Sauerstoff verabreicht, allerdings eine dringend notwendige Blutgasanalyse nicht durchgeführt. Nur durch diese Untersuchung kann festgestellt werden, ob im Körper Kohlenstoffdioxid abgebaut wird. Bei der Obduktion des Jungen war festgestellt worden, dass dieser tatsächlich erstickt sei. Die Staatsanwaltschaft hatte den Ärzten deshalb vorgeworfen, den Jungen erst viel zu spät auf die Kinderintensivstation der Uniklinik in Dresden verlegt zu haben, wo dieser schließlich gestorben sei.