Auch für Vladimir Osechkin ist die Arbeit als Menschenrechtsaktivist und Fluchthelfer nicht einfach. Deshalb lebt er an einem geheimen Ort in Frankreich und wird zudem auch streng überwacht. Denn vor allem Flüchtlinge, die vorher eine große Nähe zum russischen Regime hatten, versorgen nach ihrer Flucht aus Russland die ausländischen Geheimdienste mit Information aus erster Hand. Eine Tatsache, die Wladimir Putin wenig begeistern dürfte. Weil die Flüchtlinge unbedingt im Westen bleiben wollen, geben sie auch sensible Informationen preis, um ihre Stellung in ihrer neuen Heimat zu verbessern. Angesichts der aktuellen Lage in Russland überlegen offenbar zahlreiche Agenten des russischen Geheimdienstes FSB ins Ausland überzulaufen. Dies bestätigte der ehemalige FSB-Agent Emran Nazrusbekov in einem Interview mit dem Nachrichtensender CNN. Angeblich soll jeder zweite Agent des Geheimdienstes bereit sein, die Fronten zu wechseln. Laut Nazrusbekov hätten diese Leute erkannt, dass Russland den Krieg nicht gewinnen kann und suchen deshalb nach einer Lösung für ihre Zukunft.