Auch wenn die Söldner der Gruppe Wagner in den vergangenen Tagen die Einnahme der ukrainischen Stadt Soledar verkündet hatten, scheint dies nicht der Wahrheit zu entsprechen und offenbar lediglich Propaganda gewesen zu sein. Noch immer finden dort harte Kämpfe statt. Ein großer Vorteil scheint dabei zu sein, dass die ukrainische Armee noch immer in der Lage ist ihre Verletzten von der Front abzutransportieren und in Feldlazaretts zu behandeln. Auf russischer Seite hingegen bedeutet eine Verwundung an der Front in den meisten Fällen den Tod. Trotzdem lässt Wagner-Chef Jewgeni Prigoschin noch immer verlaufen, dass die ukrainische Armee in Soledar vernichtend geschlagen worden sei. Angeblich hätten sich versprengte Gruppen ukrainischer Soldaten in den Gruben des Salzbergbaus rund um die Stadt verschanzt. Und selbst bei einem Sieg der Russen dürften die Truppen kaum in der Lage sein sich großartig weiter in Richtung der nächsten größeren Stadt Slowjansk vorzuarbeiten. Denn der Weg dorthin ist nicht nur hügelig sondern auch durch die aktuelle Witterung ziemlich schlammig. Noch scheint also nicht sicher, wie groß der von den Russen angekündigte Erfolg tatsächlich ist.