Ein weiterer Grund für die Fusion ist der Kampf um Marktanteile. Kurz vor dem Ausbruch der Corona-Pandemie hatte der damals zweitgrößte Reiseveranstalter Thomas Cook Insolvenz angemeldet. Dessen Anteile am deutschen Reisemarkt sind hart umkämpft. Dies hat unter anderem dazu geführt, das kleinere Reiseveranstalter, die noch von ihren Inhabern geführt werden, wie zum Beispiel Schauinsland oder Alltours deutlich zugelegt haben. Noch allerdings ist die Fusion nicht in trockenen Tüchern, da DER Touristik offenbar einen Schuldenschnitt bei FTI fordert. Offenbar will der Chef von DER, Lionel Souque, durch Verhandlungen erreichen, dass auf die Rückzahlungen der Staatshilfen von 500 Millionen Euro verzichtet wird. Dafür soll der deutsche Steuerzahler blechen. Außerdem droht ein Preisanstieg der Reisen durch die Fusion. Nach Experten ist dies besonders dann der Fall, wenn die Veranstalter exklusiven Zugriff auf Hotels in einigen Regionen haben. Im Fall dieser Fusion wäre nach Meinung von Experten mit Preiserhöhungen bei Reisen nach Ägypten und in die Türkei zu rechnen.