Bereits seit Wochen finden auf belarussischem Staatsgebiet gemeinsame Militärübungen zwischen den Armeen beider Länder statt. Nun warnt auch noch der belarussische Oppositionelle Pavel Latuschka, dass in Belarus klammheimlich Vorbereitungen für eine Mobilisierung der Streitkräfte getroffen werden. Laut Latuschka sollen die Vorbereitungen nun weitestgehend abgeschlossen und sämtliche Wehrpflichtigen gezählt worden sein. Zahlreiche Mitarbeiter im belarussischen Innenministerium sie hätten bereits ihre Pässe abgeben müssen und könnten nach dem Ausrufen der Mobilisierung das Land nicht mehr verlassen. Außerdem bestätigt Latuschka, dass die russische Militärpräsenz in Belarus in den vergangenen Wochen ständig zugenommen habe. Sollte der belarussische Diktator Alexander Lukaschenko einen Befehl aus Moskau erhalten, könnte der Kriegseintritt von einem auf den anderen Moment erfolgen. Die Ukraine jedenfalls rechnet mit einer neuen Offensive von russischen Truppen aus Belarus, um den Norden des Landes zu besetzen. Als Zeitpunkt wird ein Datum Ende Februar oder Anfang März genannt. Bei dieser neuerlichen Invasion könnten die russischen Truppen dann vom belarussischen Militär unterstützt werden. Im Gegenzug dürfte Lukaschenko dann aus Moskau erhebliche finanzielle Mittel erhalten, um die Wirtschaft seines Landes zu stabilisieren und die eigenen Streitkräfte besser ausrüsten zu können. Bisher hatte Lukaschenko immer wieder dementiert, dass sich belarussische Truppen an dem Krieg in der Ukraine beteiligen werden.