Schon während seiner Zeit als Abgeordneter hatte er einige gut dotierte Verträge bei seiner Hausbank als Redner erhalten. Doch offenbar war das Grußwort im Sommer dann der Tropfen das Fass zum Überlaufen brachte. Kurz danach erhielt er einen weiteren Kredit der Bank, was in den Augen der Kontrolleure zumindest grenzwertig erscheint. Nun droht Lindner nämlich ein Verfahren wegen Vorteilsannahme. Lindner selbst sieht an seinem Vorgehen bisher nichts Unrechtes. “Die private Baufinanzierung von Herrn Lindner bestand bereits bevor dieser das Amt des Finanzministers übernommen hatte. Außerdem ist der Kredit zu marktüblichen Konditionen vergeben worden“, teilte Lindners Anwalt gegenüber dem Tagesspiegel mit. Außerdem behauptet man, dass es keine Verbindungen zwischen dienstlichem Handeln und privater Geschäftsbeziehungen gibt. Sollte sich der Verdacht einer Vorteilnahme jedoch bestätigen, droht Lindner eine Haftstrafe von bis zu 3 Jahren sowie eine Geldstrafe.