Droht dem nächsten Ampel-Chef der Rücktritt? Allem Anschein nach drohen Finanzminister Christian Lindner juristische Probleme. Denn jetzt sollen Ermittlungen gegen den FDP-Chef wegen Korruptionsverdacht eingeleitet werden. Grund dafür soll ein Kredit der BBBank für den 44-Jährigen sein, der dem Bankinstitut offenbar auch eine Gefälligkeit erwiesen haben soll. Gerüchte über die verhängnisvolle Beziehung zwischen Lindner und der Karlsruher Bank hatte es bereits im Herbst des Vorjahres gegeben. Nun könnte die Beziehung verheerende Konsequenzen für Lindner haben.
Wie die Zeitung “Tagesspiegel“ berichtet, soll die Korruptionsabteilung der Berliner Generalstaatsanwaltschaft bereits die Aufhebung von Lindners Immunität als Abgeordneter prüfen, um eine förmliche Ermittlung in diesem Zusammenhang einzuleiten. Wie ein Sprecher der Generalstaatsanwaltschaft gegenüber dem “Tagesspiegel“ bestätigte, sei ein solches Vorgehen üblich, ohne das damit eine Aussage über das Vorliegen eines Anfangsverdachts getroffen wird. Lindner hatte im Januar 2021 ein Zweifamilienhaus im Berliner Stadtteil Nikolassee gekauft und dafür 1,65 Millionen Euro bezahlt. seitdem wird das Anwesen aufwendig saniert. Im Februar 2021 hatte der Minister dann eine Grundschuld in Höhe von 2,35 Millionen Euro bei der BBBank eintragen lassen. Dies bietet der Bank die Möglichkeit, beim Nichtzahlungsfähigkeit eine Vollstreckung einzuleiten. Im Mai 2022 hatte Lindner dann ein Grußwort zum 100-jährigen Bestehen der BBBank übermittelt, in der Lindner davon gesprochen hatte, dass ihm die Bank sehr sympathisch sei. “Außerdem sollten Bürgerinnen und Bürger und insbesondere Beamtinnen und Beamte Finanzierung erhalten, um Eigentum bilden zu können.“ Nur wenig später war die Grundschuld um weitere 450.000 Euro zugunsten der Bank erhöht worden.