Erst am Donnerstag hatte der Führer der Söldner ziemlich öffentlichkeitswirksam mehrere russische Strafgefangene in die Freiheit entlassen, die ihre Strafe mit einem sechsmonatigen Dienst an der Front abgegolten hatten. Russischen Medien zeigen Prigoschin, wie er den Männern die Hände schüttelt und sie in die Freiheit entlässt. “Trinkt nicht zu viel, nehmt keine Drogen und vergewaltigen keine Frauen“, gab Putins Scherge den Männern mit auf den Heimweg. Gleichzeitig erklärte Prigoschin, dass diese Männer an der Front viel gelernt hätten, warnte sie allerdings gleichzeitig die erworbenen Kenntnisse beim Töten von Menschen nun in ihrer Freiheit anzuwenden. “Denn sonst kommt ihr hierhin zurück“, erklärte Prigoschin. Wegen der Schwierigkeiten und Rückschläge bei der russischen Armee setzt Wladimir Putin zuletzt immer mehr auf die Söldner. Dies hat dazu geführt, dass der Einfluss von Jewgeni Prigoschin in den vergangenen Monaten stetig angewachsen sei.