Wie jetzt bekannt wird, kommt der ehemalige Wimbledonsieger beim britischen Fernsehsender BBC erst einmal nicht mehr zum Einsatz. Dort hatte Becker über viele Jahre als Experte das Turnier in Wimbledon kommentiert. Nun jedoch bestätigt der britische Sender, dass man vorerst nicht mit Boris Becker plane. “Im Augenblick haben wir keine Pläne mit Boris Becker zusammenarbeiten“, bestätigt ein Sprecher der BBC. Dies hängt damit zusammen, das die Experten der BBC beim Turnier in Wimbledon vor Ort sein müssen. Wegen seiner Gefängnisstrafe darf Becker jedoch bis auf weiteres nicht mehr nach England einreisen. Erst wenn seine Gefängnisstrafe komplett abgelaufen ist, könnte dies wieder möglich sein. Bis Ende Oktober 2024 ist dies jedoch kein Thema.
Glücklicherweise ist dies für Becker Zusammenarbeit mit Eurosport kein Thema. Denn die verschiedenen Turniere wird der ehemalige Tennisprofi an der Seite von Kommentator Matthias Stach aus Deutschland analysieren. Bei dem Sportsender ist Boris zweimal täglich mit seiner Sendung “Matchball Becker“ auf dem Bildschirm zu sehen. Außerdem wird er dort das jeweilige Top-Match des Tages kommentieren. Sämtliche Sendungen werden im TV-Studio in Unterföhring produziert. Dies gilt auch für die Australian Open. Denn eine Einreise für Becker dort wäre schwierig, weil die australische Regierung Personen mit Gefängnisstrafen von mehr als einem Jahr nur schwer ein Visum erteilt. Zunächst müsste man dort in einem langwierigen Prozess nachweisen, dass man einen “guten Charakter“ habe. Beckers Vertrag mit Eurosport läuft bis Ende des Jahres. Während seiner Zeit im Gefängnis war Becker bei dem Sender von Micha Zwerev vertreten worden. Bei den French Open wird Becker ebenfalls als Experte eingesetzt werden. Für die US Open will man bei Eurosport daran arbeiten, sich ebenfalls Übertragungsrechte zu sichern. Becker war am 15. Dezember 2022 nach einer Verbüßung von siebeneinhalb Monaten Haft aus einem britischen Gefängnis entlassen und nach Deutschland abgeschoben worden. Ursprünglich war der ehemalige Tennisprofi wegen Insolvenzbetrugs zu 30 Monaten Haft verurteilt worden.