Bereits seit 12. Dezember sitzen 120.000 Armenier in Berg-Karabach in der Falle. Unterdessen unterbinden angebliche Umweltaktivisten die Lieferung von Lebensmitteln an die notleidenden Menschen. Sie haben Zelte auf den Straßen aufgebaut und behindern den Warenverkehr, während die dort befindlichen russischen Friedenstruppen diesem Treiben tatenlos zusehen. Die russischen Friedenstruppen befinden sich seit 2020 im Land, als Aserbaidschan die Region Berg-Karabach in einem blutigen Angriffskrieg eroberte. Die Armenier haben Pech, dass sich ihr Land genau zwischen den Erzfeinden Aserbaidschan und der Türkei befindet. Deshalb ist man auf die Vermittlung der Russen angewiesen, die jedoch durch den Krieg in der Ukraine gerade andere Probleme haben. Bei Angriffen aus Aserbaidschan drücken die Russen gerne mal ein Auge zu. Das hat unter anderem damit zu tun, das auch Wladimir Putin von Alijews Energie-Exporten nach Europa profitiert. Den Gazprom exportiert Erdgas nach Aserbaidschan, das dann nach Europa weitergeleitet wird. Erst im November hatte Aserbaidschan einen Liefervertrag für eine Milliarde Kubikmeter Gas mit Gazprom unterzeichnet, der bis März 2023 läuft. Und auch beim Transport des Gases nach Europa durch das Kaspische Meer wird die Infrastruktur des russischen Unternehmens Lukoil genutzt, womit Russland ebenfalls indirekt profitiert.