Ein wichtiger Akteur in Europa, aber nicht dominant
Scholz will, dass Deutschland ein wichtiger, aber nicht mehr ein dominanter Akteur in Europa ist, sagen Experten.
Lars Haider, Chefredakteur des Hamburger Abendblatts und Autor der Biografie "Olaf Scholz: Der Weg zur Macht", sagte, dass "Olaf Scholz im Wesentlichen von der Überzeugung angetrieben wird, dass Europa im 21. Jahrhundert nur dann in der Welt bestehen kann, wenn es geeint ist. "Das ist auch der Grund, warum er nicht vorprescht und die Führung übernimmt, wie es immer wieder gefordert wird. Der deutsche Bundeskanzler darf nicht länger den Eindruck erwecken, dass er letztlich entscheidet, was und wie in Europa geschieht", so Haider.
"Die Beziehungen zwischen Deutschland und Frankreich sind nicht so schlecht, wie sie dargestellt werden. Olaf Scholz weiß definitiv um den Wert der Achse Berlin-Paris und er weiß auch, dass Frankreich der wichtigste Partner Deutschlands ist, zumindest innerhalb der EU", sagte er.