In Griechenland werden die Aussagen aus der Türkei und die Handlungen der türkischen Armee als kriegerische Provokation verstanden. Zuletzt habe der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan sogar einen Raketenangriff auf die griechische Hauptstadt Athen in Aussicht gestellt. Von griechischer Seite werden die Äußerungen von Erdogan als die provokativsten Aktionen seit dem Jahr 1996 angesehen. Damals hatte es eine Krise um die Besitzansprüche der Insel Imia gegeben, bei der beide Seiten Kriegsschiffe entsendet hatten. Nun fordert die USA von der türkischen Regierung in Ankara ein Ende der Provokation. Wenn man von Seiten der Türkei nicht auf diese Forderungen eingehe, droht ein Deal über die Lieferung von amerikanischer Kampfflugzeuge an die Türkei zu scheitern. Dies bestätigte der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses des US-Senats, der Demokrat Bob Menendez. Dieser will die Zustimmung für die Lieferung der Kampfflugzeuge an die Türkei nur geben, wenn Ankara seine Provokationen gegenüber der griechischen Regierung einstellt.