Trotz der Drohgebärden aus Russland ist unklar, ob Putin sich tatsächlich zum Einsatz von Nuklearwaffen durchringen kann. Der deutsche Bundeskanzler Olaf Scholz jedenfalls kommt zu dem Ergebnis, dass die Gefahr eines Atomkriegs in den letzten Wochen ein wenig gesunken ist. “Russland hat damit aufgehört, ständig den Einsatz von Atomwaffen anzudrohen“, erklärte Scholz und führte dies darauf zurück, dass die internationale Gemeinschaft zuvor relativ deutlich eine rote Linie markiert hatte, analysierte der Bundeskanzler gegenüber den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Zu einer ähnlichen Einschätzung gelangt auch das Institute for The Study of War (ISW). Dort glaubt man, dass Putin den Einsatz von Atomwaffen angedroht hatte, um die Unterstützung des Westens für die Ukraine zu verringern und das Land zu Friedensverhandlungen zudrängen. Da die Regierung in Moskau den Kurs mittlerweile gewechselt hat, scheint dieses Mittel nicht funktioniert zu haben.