Einer der Ansatzpunkte der Klimaforscher sei es, den Ausstoß klimaschädlicher Treibhausgase bereits bis zum Jahr 2030 um 50% zu senken. Anders sei das gesetzte Ziel vom UN-Klimagipfel in Paris im Jahr 2015 nicht mehr zu erreichen. Dort war festgelegt worden, die Erderwärmung auf maximal 1,5 Grad zu begrenzen. Sollte man weiter wie bisher handeln, dürften die Temperaturen weiter ansteigen. Baerbock forderte, dass das Jahr 2022 trotz des Ukraine-Krieges kein verlorenes Jahr für den Klimawandel sein dürfe. Baerbock vertritt den Standpunkt, dass der Kampf gegen die Erderwärmung für viele Entwicklungsländer eine höhere Priorität habe als der Krieg in der Ukraine. Diese Länder forderten zu Recht von den reicheren Staaten mehr Solidarität. Trotzdem sind die Erwartungen wegen der zahlreichen Krisen durch den Krieg bei Energie, Ernährung und Wirtschaft deutlich gedämpft. So stuft der deutsche Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier die Erfolgsaussichten des Treffens als gering ein. Eröffnet wurde das Treffen am Sonntagmorgen mit einem formellen Akt. Ab Montag werden dann etwa 100 Staats- und Regierungschef in Ägypten erwartet. Darunter befinden sich unter anderem der deutsche Bundeskanzler Olaf Scholz und auch US-Präsident Joe Biden. Abgesagt haben mit dem chinesischen Staatschef Xi Jingping und dem indischen Premierminister Narendra Modi ausgerechnet die Staatschefs der beiden Länder mit dem höchsten CO2-Ausstoß. Auch der russische Präsident Wladimir Putin wird bei dem Treffen fehlen.