Am Montag hatte Galeria Kaufhof im Bundesanzeiger seinen Geschäftsbericht veröffentlicht. Die Geschäftsführung rechnet im laufenden Geschäftsjahr 2021/2022 mit einem Nettoverlust im niedrigen dreistelligen Millionenbereich. Zudem sei das Eigenkapital des Unternehmens bereits fast vollständig aufgebraucht. Es ist höchst unwahrscheinlich, dass das Unternehmen noch einmal staatliche Hilfen erhalten wird. Schon die letzte staatliche Finanzspritze war sehr umstritten gewesen. Experten sehen im Geschäftsmodell des Warenhauses keine Zukunft. Stattdessen wird von staatlicher Seite gefordert, dass der österreichische Milliardär und Galeria-Eigentümer René Benko dem Unternehmen helfen soll. Die Geschäftsführung hat die Mitarbeiter bereits darüber informiert, dass das Unternehmen nur eine Zukunft hat, wenn man den Konzern mit einer Finanzierung neu strukturieren und durch die Finanzierung frisches Kapital zuführen kann. Ohne frisches Geld dürfte eine Insolvenz des Unternehmens unvermeidlich sein.