Baerbock bekleidet den Posten als deutsche Außenministerin seit Dezember 2021. Wie schwierig Friedensverhandlungen auf internationalem Parkett sind, zeigten ihr die Verhandlungen mit Russland vor dem Beginn der Invasion. Schon damals bekam Baerbock zu spüren, das Russland keinerlei Interesse an einer diplomatischen Annäherung hatte. Aus diesem Grund musste Baerbock ihre Planungen umstellen. Nun hat sie sich jetzt zum Ziel gesetzt, eine internationale Allianz gegen Russland zu schmieden. Ihr schwebt vor das Land und die Regierung im Kreml weiter von der Weltgemeinschaft zu isolieren. Dazu muss die deutsche Politikerin im Rest der Welt aber noch harte Überzeugungsarbeit leisten. Bei ihrer Reise nach Marokko erfuhr Baerbock, das die Auswirkungen des Krieges auch in dem afrikanischen Land bereits spürbar seien. Trotzdem hatte Marokko den völkerrechtswidrigen Angriffskrieg Russlands bei einer Abstimmung in der UNO nicht verurteilt. Dort hatte sich das Land enthalten. Aktuell mach Baerbock die Erfahrung, dass ich die Welt wie zum Zeit des Kalten Krieges wieder in Blöcke teilt.
Aus diesem Grund versucht die deutsche Politikerin überall dort wo sie hinkommt Überzeugungsarbeit zu leisten. und auch in Staaten, die mit Demokratie und Menschenrechten nicht allzu viel anfangen können. Deshalb ist auch Marokko in der Allianz gegen Russland willkommen. Allerdings gibt es in der von Baerbock vertretenen Linie auch noch Schwierigkeiten. Denn nicht einmal in Europa selbst scheint man sich auf eine einheitliche Linie einigen zu können. Während einige Länder der Europäischen Union bereits fordern, russischen Staatsbürgern die Einreise nach Europa zu verweigern, will Baerbock diesen Schritt allem Anschein nach nicht mittragen. Sie will nicht 140 Millionen Menschen in Sippenhaft für das Verhalten der russischen Regierung nehmen. Statt also ein generelles Reiseverbot auszusprechen, will die Grünen-Politikerin jeden Einzelfall prüfen. Da stellt sich jedoch die Frage ob dies nicht ein Widerspruch zu Ihrer Agenda ist. Wie man sieht, ist die Politik kein einfaches Geschäft.