Die russische Armee hingegen konnte in den vergangenen 39 Tagen gerade einmal 450,84 Quadratkilometer neues Territorium erobern. Das entspricht einem Gebiet der Größe des kleinen Staates Andorra. Verglichen mit den anfänglichen Erfolgen seien die zuletzt gemachten Geländegewinne minimal, wie die das russische Verteidigungsministerium jetzt bestätigte. Bei seinem Auftritt erklärte Schoigu, dass sich die Ziele des von den Russen als militärische Spezialoperation bezeichneten Einsatzes nicht geändert haben. Offenbar planen die Russen in den aktuell besetzten Gebieten Referenden abzuhalten. In diesen soll über eine Eingliederung dieser Gebiete zu Russland entschieden werden. Auf diese Art gehen die Russen bereits 2014 vor, als sie die ukrainischen Halbinsel Krim annektiert hatten. Zur Zeit hat die Ukraine vor allem im Süden des Landes ihre Bemühungen verstärkt, die von der russischen Armee besetzten Gebiete zurückzuerobern.