Nie wieder Booster-Impfungen? - Biontech arbeitet an neuem Super-Impfstoff gegen Corona

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Corona (1 / 1) 29.07.2022 18:09 Symbolbild imago


Seit dem Beginn der Corona-Impfungen sind bereits mehr als 12,2 Milliarden Impfdosen an die Menschen rund um den Globus verabreicht worden. Trotzdem scheint das Ende der Pandemie noch immer nicht absehbar zu sein. Denn scheinbar werden die Ansteckungen durch die Mutation des Virus wieder wahrscheinlicher. Doch dies will das Unternehmen Biontech nun ändern - kommt jetzt der Super-Impfstoff?

Infektionszahlen in Deutschland steigen

Aktuell stecken sich in Deutschland im Augenblick durchschnittlich 80.000 Menschen am Tag mit dem Coronavirus an. Und dabei gibt es kaum Unterschiede zwischen geimpften und ungeimpften Menschen. Allerdings schützt die Impfung die Patienten gegen einen schweren Verlauf der Erkrankung. Unterdessen mutiert das Virus immer schneller. Im Abstand von mehreren Wochen tauchen immer wieder neue Variante oder Subvarianten des Virus auf. Diese unterscheiden sich zum Teil deutlich von ihren Vorgängern, was dann zu einem ständigen Wettlauf zwischen den Impfstoffherstellern und dem Virus führt. Doch nun plant das Unternehmen Biontech in Zusammenarbeit mit dem amerikanischen Konzern Pfizer einen Impfstoff zu entwickeln, der nicht nur eine Antikörperreaktion hervorruft, sondern der auch die Anzahl der T-Zellen deutlich erhöhen soll, die ebenfalls wichtige Komponenten des adaptiven Immunsystems sind.

Biontech will Super-Impfstoff gegen Coronavirus entwickeln

Zu diesem Projekt gibt es erste experimentelle Arbeiten. Diese deuten darauf hin, dass dieser Impfstoff nicht nur in der Lage sein wird, schwere Erkrankung zu verhindern, sondern auch dann vor einer Ansteckung schützen soll, wenn das Coronavirus gefährlicher wird. Ziel ist es einen erweiterten Schutz gegen das Virus und seine Mutationen zu entwickeln. Wie genau diese Impfungen wirken sollen und ob sie ebenfalls auf dem mRNA-Mechanismus beruhen, ist derzeit noch nicht bekannt. Allerdings kündigte Biontech zeitnah klinische Studien an. Sollte es wirklich gelingen einen Impfstoff zu entwickelen, der auch vor künftigen Varianten schützt, könnte dies das Ende der Pandemie bedeuten. Auf seiner Webseite schreibt Biontech nun bereits, dass das primäre Ziel des Unternehmens sei, "einen dauerhaften Schutz vor verschiedenen Varianten zu bieten”. Demnach würden dann Auffrischungen der Impfungen nicht mehr notwendig sein.

Experten bleiben skeptisch

Medizinischer Experten bleiben aber zunächst skeptisch, was die Entwicklung eines universellen Impfstoffs gegen das Coronavirus angeht. Laut Dr. Daniel Kuritzkes, Medizinprofessor an der Harvard Medical School, hängt die Entwickllung eines solchen Impfstoffs wohl auch immer von der Dauer bis zu seiner Verfügbarkeit ab. “Solange das Virus in einer großen Anzahl von Menschen zirkuliert, besteht die Möglichkeit, dass sich das Virus weiter anpasst”, verdeutlicht Kuritzkes deshalb. Dieser sieht also die Gefahr, dass das Virus dann dahingehend mutiert, um nach einiger Zeit wieder der durch die Impfung ausgelösten Immunreaktion zu entgehen. Dann würden sich auch geimpfte Personen wieder mit dem Virus infizieren.