Diese Aussagen waren von Außenministerin Annalena Baerbock kritisiert worden, die Russland ihrerseits Propaganda vorwarf: "Russland benutzt jedes Mal ein anderes Argument. Diesmal sagen sie, es sei wegen der Waffenlieferungen", erklärte Baerbock beim Interview mit der Deutschen Welle. Der Kreml hatte die Abtretung der Gebiete Donezk und Luhansk gefordert und das die Ukraine die 2014 annektierte Halbinsel Krim endgültig als russisch anerkennt. Am Wochenende hatte die russische Armee einen Angriff mit Raketen auf die ukrainische Hafenstadt Odessa durchgeführt. Die Attacke erfolgte nur einen Tag nachdem sich Russland und die Ukraine mit Hilfe der Vermittlung der Türkei auf die Wiederaufnahme der ukrainischen Weizenexporte geeinigt hatte. Die Russen teilten mit, ein ukrainisches Militärschiff und ein Lager mit Waffen aus dem Westen zerstört zu haben.
Die Ukraine bestätigte den russischen Angriff auf Odessa. Dabei sei jedoch lediglich Hafeninfrastruktur beschädigt worden. Die Getreidesilos, in denen die ukrainischen Vorräte lagern, waren bei dem Beschuss nicht getroffen worden. Im Anschluss an den Angriff hatte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj den Angriff auf Odessa als "russische Barbarei" verurteilt. Auch international wurde die Attacke nach der erzielten Einigung über Getreideexporte verurteilt.