Gerade erst am Freitag hatten Russland und die Ukraine in Istanbul ein Abkommen unterzeichnet, mit dem abgesicherte Transitrouten für die Getreidelieferungen im Schwarzen Meer festgelegt wurden. Dies war das Ergebnis von wochenlangen Verhandlungen. Die Kriegsparteien haben sich jetzt dazu verpflichtet, keine Schiffe anzugreifen, die auf den festgelegten Routen unterwegs sind. Mit dieser Maßnahme sollen nun gut 20 bis 25 Millionen Tonnen Weizen exportiert werden können. Die Ukraine zählt zu den größten Getreideexporteuren weltweit. Von dort wurden vor dem Beginn der russischen Invasion mehr als 30 Prozent des weltweit gehandelten Weizens exportiert. Durch die Blockade droht sich eine mögliche Hungernot in Afrika weiter zu verschärfen.