Erfahrene Juristen sehen mit dieser Begründung kaum eine Chance für die Kläger. Doch das hat weder
Abramowitsch noch seine Oligarchen-Kollegen davon abgehalten, es wenigstens zu versuchen. Denn die Oligarchen sehen eine Verletzung ihrer Grundrechte. So argumentiert beispielsweise Abramowitsch, dass er neben seiner russischen Staatsbürgerschaft auch noch die portugiesische Staatsbürgerschaft besitzt. Deshalb seien die Sanktionen gegen ihn gar nicht gerechtfertigt. Deshalb will Abramowitsch nun Schadenersatz in Millionenhöhe erstreiten. Denn zuletzt war selbst die Kaufsumme für den Verkauf des FC Chelsea umgehend eingefroren worden. Den Verein hatte Abramowitsch für insgesamt 4,4 Milliarden Euro an den Schweizer Hansjörg Wyss (86) und das Konsortium des US-amerikanischen Geschäftsmanns Todd Boehly (48) verkauft. Mit einer Summe von 4,4 Milliarden Euro handelt es sich um den höchsten Preis der je für die Übernahme eines Sportteams ausgegeben wurde. Kein Wunder also, dass Abramowitsch gerne über diese Geldsumme verfügen würde.