Widerstand gegen Putin in Russland - Saboteure zerstören Bahnstrecken und Fabriken

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Widerstand gegen Putin in Russland - Saboteure zerstören Bahnstrecken und Fabriken

News (2 / 1) 20.07.2023 23:33 / Angela Symbolbild imago


Deshalb steigt die Anzahl der jungen Männer in Russland, die lieber Ersatzdienst statt Militärdienst leisten nun sprunghaft. Und auch Berufssoldaten sind nicht ohne weiteres bereit, ihr Leben einfach so auf's Spiel zu setzen.

Ein anonymer Abwalt für Menschenrechte erzählt von hunderten Berufssoldaten, die seit dem Beginn der Invasion in der Ukraine ihre Verträge aufgelöst haben. In den Jahren zuvor hätte keiner der Berufssoldaten einen gut bezahlten Job einfach aufgegeben. Doch jetzt könnte das eigene Leben in Gefahr sein. Auf die Berufssoldaten werde von Seiten der Armee ein großer Druck ausgeübt, nicht zu kündigen. Trotzdem werden die Männer letztlich ziehen gelassen. Wie lange dies weiter der Fall sein wird, ist jedoch nicht sicher.

Es formiert sich Widerstand in Russland

Und es hatte sich zuletzt weiterer Widerstand gebildet. Mittlerweile gibt es auch in der russischen Bevölkerung Menschen, die Putins Vorgehen in der Ukraine nicht gutheißen. Immer mehr Menschen belassen es dabei nicht nur bei Kritik, sondern versuchen ganz gezielt Putin zu sabotieren. Bekannt wurde bei Telegram eine Gruppe mit dem Namen "Schienenwiderstand". Die Gruppe hat 14.000 Follower und sabotiert Zugstrecken in Russland und in Belarus, um den Tranport von Soldaten und Kriegsgerät an die Front zu erschweren. Die Statistik zeigt, dass die Saboteure offenbar durchaus erfolgreich sind. Allein 63 Güterzüge sind in diesem Jahr bereits entgleist. Das sind doppelt so viel wie im Vorjahr im gleichen Zeitraum. Zudem kommt es auffallend häufig zu Bränden in Rüstungsunternehmen. In vielen Fällen sind auch dafür Saboteure verantwortlich. Wie man sieht, wird das Panorama für Putin nicht etwa besser, sondern immer düsterer.