Es gehe nun erst einmal darum, den russischen Präsidenten Wladimir Putin zu stoppen. Selbst bei einem Diktatfrieden mit der Ukraine, dürfe man die Sanktionen auf keinen Fall streichen. Denn sonst drohten weitere Attacken von Putin, die dann sogar auf NATO-Gebiet stattfinden könnten. "Wenn wir Putins Aggression jetzt nichts entgegensetzen, dann könnte er weitermachen“, warnt Scholz. Sollte man Putin mit seiner Kriegstreiberei davonkommen lassen, dann sieht Scholz auch die Sicherheit und Freiheit Deutschlands in der Zukunft bedroht. Einen einzigen positiven Aspekt hat der Kanzler jedoch offenbar ebenfalls ausgemacht. Er ist davon überzeugt, dass man "stärker und unabhängiger" aus der Krise hervorgehen werde, als man hineingegangen sei. Scheinbar geht man im Kanzleramt bereits fest davon aus, dass sich die Gas-Krise in den nächsten Monaten zuspitzen werde. Deshalb soll die Bundesregierung einen Winter ohne Gas-Notstand als unrealistisch einschätzen.