Wie die Forscher vermuten, könnten die Mikroorganismen krank machende Eigenschaften für Menschen, Tiere oder Pflanzen haben. Zudem müsse man beobachten, ob es zu einem Zusammenspiel der gefundenen Gene und den verschiedenen Mikroben kommen könnte. Dies soll nun in weiteren Forschungen untersucht werden. Es scheint allerdings klar zu sein, dass das Abschmelzen der Gletscher durch die Klimakrise weitergehen wird. Von den Gletschern in Tibet soll bis zum Ende des Jahrhundert lediglich noch ein Drittel der aktuellen Ausdehnung vorhanden sein. "Der Rückzug der Gletscher beschleunigt die Abgabe dieser Mikroorganismen in flussabwärts gelegene Ökosysteme“, befürchten die Wissenschaftler deshalb. Und von eventuellen Erkrankungen durch die Mikroben würden dann zwei der bevölkerungsreichsten Länder der Welt betroffen sein. Nämlich China und Indien. Schon während der Corona-Pandemie waren allein in Indien mehr als eine halbe Million Menschen ums Leben gekommen. Bleibt zu hoffen, dass den Menschen dort eine weitere Pandemie erspart bleibt.