"Make Boris rich again“ zu Spenden aufgerufen. Danach hatte Becker die gesammelte Spendensumme übergeben bekommen. Allerdings soll die Summe in einem vermeintlichen Modepreis eingearbeitet worden sein, den Becker in der Sendung verliehen bekommen hatte. Und dass, offenbar ohne sein Wissen.
Aus den Unterlagen des Gerichts geht hervor: "Dass der Preis nur zu dem Zweck geschaffen und an den Kläger verliehen wurde, um ihm - versteckt in der Preistrophäe - den eingesammelten Bargeldbetrag zukommen zu lassen, wusste der Kläger nicht.“ Dies erklärte nun auch ein Gerichtssprecherin. Mit seiner Klage will Becker erreichen, dass diese Folge von Pochers Show nicht mehr ausgestrahlt werden darf. "Wir fordern eine Unterlassung von Pocher. Es geht um das nicht genehmigte Senden von Filmmaterial. Dabei wurde Boris Becker ins Lächerliche gezogen", erklärt Becker-Anwalt Samy Hammad (52). "Es besteht ein schmaler Grat zwischen charmantem Witz und Unverschämtheit. Oliver Pocher hat diesen schmalen Grat mal wieder in die falsche Richtung verlassen“, erklärt Becker Anwalt seinen Standpunkt. Siegessicher zeigte sich auch Pochers Anwältin Dr. Patricia Cronemeyer (44): "Wir freuen uns, dass im Juli endlich die mündliche Verhandlung stattfinden kann und haben vollstes Vertrauen, dass die Klage abgewiesen wird", sieht die Anwältin gute Chancen für ihren Mandanten. "Vielleicht wäre es – gerade aus heutiger Sicht – klüger gewesen, wenn Herr Becker diesen Rechtsstreit nicht angezettelt hätte“, fügte sie hinzu. Zunächst war die Verhandlung bereits für Mai angesetzt und musste verschoben werden. Nun wird am 26. Juli vor Gericht gestritten.