Offenbar plant der französische Präsident Macron jetzt Kriegsschiffe in die Ukraine zu entsenden. Mit dieser Maßnahme will man allem Anschein nach die russische Seeblockade beenden und auf diese Weise die Verschiffung von Weizen aus der Ukraine zu ermöglichen - nur, die russische Flotte ist auch noch vor Ort - eskaliert jetzt alles?
Wie es scheint plant Frankreich einen Einsatz, um die Aufhebung der Blockade des Hafens von Odessa zu erreichen. Denn der Export von ukrainischem Getreide ist für zahlreiche bedürftige Länder wichtig, wie ein Berater des französischen Präsidenten jetzt aus dem Élysée-Palast verlauten gelassen hat. "Wir stehen den (Kriegs)-Parteien zur Verfügung, um eine Operation durchzuführen, die den Zugang zum Hafen von Odessa in völliger Sicherheit ermöglicht. Das heißt, Boote trotz der Tatsache passieren zu lassen, dass das Meer vermint ist“, hieß es aus dem französischen Präsidentenpalast am Freitag. Unklar ist bisher ob die Beendigung auf der Seeblockade auf dem Verhandlungsweg oder auch gegen den Widerstand der Russen erreicht werden soll.
Wie es scheint, denkt Frankreich dabei auch an einen
möglichen Militäreinsatz. "Eine militärische Operation wäre mit hohem Risiko verbunden“, hatte die französische Zeitung "Le Monde“ zuletzt dem Stabschef der US-Armee, General Mark Milley, zitiert. Um die Seewege auf diese Weise zu öffnen, dürfte nach Milleys Ansicht "einen sehr erheblichen militärischen Einsatz eines Landes oder einer Gruppe von Ländern erfordern.“ Und dies sei offenbar auch nur dann möglich, wenn die Türkei bei diesen Plänen mitspiele. Denn seit dem Beginn des Krieges lässt die Türkei keine Kriegsschiffe mehr ins Schwarze Meer passieren. "Eine internationale Operation könnte ohne Zustimmung der Türkei nicht stattfinden“, bestätigt deshalb auch der französische Militärexperte Hugo Decis.