Zuletzt war die Aktivität der russischen Marine in der Ostsee bereits spürbar angestiegen. So hatten die Russen beispielsweise in Kaliningrad eine Manöver-Übung abgehalten, bei der unter anderem auch der Abschuss von Iskander-Raketen simuliert worden war. Diese Kurzstreckenraketen haben eine Reichweite von bis zu 500 Kilometern und können dabei mit konventionellen oder auch atomaren Sprengköpfen ausgestattet werden. Bereits im April hatte dann eine mehrwöchige Übung zur Einsatzbereitschaft der Baltischen Flotte von Seiten der Russen stattgefunden. Mittlerweile spitzt sich die Lage weiter zu, weil nun auch Schweden und Finnland Mitglied der NATO werden wollen. Im Gegenzug drohen hochrangige russische Politiker, wie Ex-Präsident Dmitri Medwedew, mit der möglichen Stationierung von Atomwaffen im Ostseeraum. Offenbar scheint das nun gestartete Manöver der russischen Flotte in der Ostsee die Antwort von Wladimir Putin auf das dort stattfindende NATO-Manöver zu sein.