Korruption und Nationalsozialismus begründet. Der russische Angriff sollte zudem dazu dienen den neutralen Status der Ukraine zu sichern, da das Land mit dem Gedanken spiele der NATO beizutreten. Dadurch wäre eine direkte Bedrohung Russlands entstanden. Und nun schlägt man scheinbar aus Moskau ähnliche Töne hinsichtlich Lettlands an. Allerdings ist das baltische Land bereits seit dem Jahr 2004 Mitglied der NATO. Laut dem russischen Außenminister Sergej Lawrow sei dieses Entscheidung getroffen worden, nachdem Lettland den 9. Mai, der traditionell als Tag des russischen Sieges über Nazi-Deutschland gefeiert wird, in diesem Jahr dazu genutzt habe, an die Opfer der russischen Aggression in der Ukraine zu erinnern. Dies sei laut Lawrow ein Affront gegen alle russischsprachigen Menschen in Lettland. Angeblich beweise ein solches Verhalten die nazionalsozialistische Ausrichtung Lettlands. Diese Worte haben nun bei der lettischen Regierung Sorge ausgelöst.
Aus diesem Grund fordern die Länder des Baltikums nun eine zahlenmäßige Aufstockung der NATO-Truppen vor Ort. Diese Forderung hatte der lettische Präsident Egils Levits gestellt, um die Präsenz der NATO in den direkt an der russischen Grenze befindlichen baltischen Länder zu verstärken. "Russland wird nicht durch Stärke provoziert, aber Russland wird durch Schwäche provoziert“, hatte der Präsident am Ende des Weltwirtschaftsforum im schweizerischen Davos am vergangenen Montag erklärt. Aus seiner Sicht müsse die NATO-Truppenpräsenz in den baltischen Ländern auf eine Größenordnung von bis zu 5.000 Mann angehoben werden, um die russische Regierung abzuschrecken. Dieses Thema soll auch bei einem Treffen der Staatsoberhäupter der osteuropäischen Länder im Juni diskutiert werden. Zuletzt hatte Putin gefordert, dass die NATO ihre Soldaten aus den östlichen NATO-Staaten abziehen sollte. Man darf also gespannt sein, ob die NATO der Forderung aus Lettland zustimmt.