1991 bis 1999 russischer Präsident. Seit damals hatte Juratschew im Kreml als Berater gearbeitet.
Nach der russischen Invasion in der Ukraine hat sich ein Teil der Familie des ehemaligen Präsidenten offen gegen den Krieg positioniert. So hatte unter anderem Jumaschews Tochter Maria am 24. Februar auf ihrem Instagram-Account gepostet: "Nein zum Krieg" und dazu ein wirr ukrainischen Flagge gepostet. Vor wenigen Tagen war auch bekannt geworden, dass der langjährige Putin-Berater Anatoli Tschubais (66) ebenfalls den Posten als Sonderbeauftragter des Kremls aufgegeben und wegen des Ukraine-Kriegs Russland verlassen habe. Auch
Tschubais hatte unter Boris Jelzin als Stabschef gedient. Er galt als Förder von Wirtschaftsreformen und war daher einer der profiliertesten Liberalen mit Einfluss in der russischen Regierung. Zudem war am 23. Mai auch der Top-Diplomat Boris Bondarew zurückgetreten, der die russischen Interessen bei der UN vertreten hatte. Dieser kündigte nach 20 Jahren im diplomatischen Dienst mit den Worten: "Noch nie in meinem Leben habe ich mich so für mein Land geschämt.“ Bald dürften auch die Bürger in Russland die Folgen des Ukraine-Kriegs zu spüren bekommen. Deshalb ist nicht ausgeschlossen, dass in den nächsten Tagen weitere Putin-Berater ihren Job aufgeben werden.