Das Problem bei den russischen Panzern ist auch seit dem ersten Golfkrieg im Jahr 1991 bekannt. Die Experten sprechen hier vom sogenannten "Springteufel“-Effekt. Bei westlichen Panzern wie dem deutschen Leopard 2 oder den amerikanischen Abrams gibt es deshalb extra geschützte Munitionsbehälter, in denen die eigenen Granaten gelagert werden. Dies bietet der Besatzung die Chance, dass auch ein Treffer nicht gleich den ganzen Panzer explodieren lässt. Trotzdem haben die Russen dieses Problem auch beim ab 1992 produzierten Modell T-90 nicht behoben. Und dafür zahlt die Armee von Wladimir Putin heute einen hohen Preis. Mindestens 300 russische Panzer hat die Ukraine bisher zerstört. Vor allem die Verluste der Besatzungen wiegen schwer. Denn die Ausbildung für die Besatzung dauert bis zu 12 Monaten, wie Aleski Roinila, ein Ex-Mitglied einer Panzertruppe der finnischen Armee erklärt. "Und das ist schon schnell“, gibt der Experte zu bedenken. Erst bei den 2015 gefertigten Panzern T-14 wurde das bekannte Problem von den Russen behoben. Doch von diesen sind in der Ukraine nur verhältnismäßig wenige Exemplare im Einsatz. Ein Großteil der russischen Panzertruppe besteht aus den Modellen T-90- und T-72.