Schon kurz nach dem Beginn des russischen Überfalls auf die Ukraine war über den möglichen Einsatz von Massenvernichtungswaffen spekuliert worden. Nun wirft Russland den USA vor, man wolle einen Einsatz von ABC-Waffen inszenieren, um dann Moskau für die Nutzung dieser Waffen verantwortlich zu machen. So sollte dann angeblich ein "syrisches Szenario" aufgebaut werden. Wer lügt - und was plant Russland wirklich?
Wieder einmal macht die russische Führung ziemlich unhaltbare Aussagen. Denn nun beschuldigt Moskau die USA, dass diese eine Provokation plane, damit man dann im Nachhinein Russland für den Einsatz von ABC-Waffen in der Ukraine verantwortlich machen könne. Dies würde also einen inszenierten Anschlag mit atomaren, biologischen oder chemischen Waffen bedeuten. "Diese Inszenierung mit Massenvernichtungswaffen dient dazu, Russland der Nutzung verbotener Waffen zu bezichtigen, um anschließend das sogenannte "syrische Szenario" zu verwirklichen, bei dem der betreffende Staat wirtschaftlich und politisch isoliert und zudem aus internationalen Organisationen, wie dem UN-Sicherheitsrat ausgeschlossen wird", erklärte am Wochenede der Chef der russischen ABC-Schutztruppen, Igor Kirillow. Denn seit Wochen hätten westliche Staaten provokante Aussagen gemacht, dass Russland in der Ukraine den Einsatz taktischer Atombomben oder von Chemie- und Biowaffen planen würde. Ziel dieser Behauptungen sei es, den Druck auf Indien und China zu erhöhen, damit auch diese sich den internationalen Sanktionen gegen sein Land anschließen, wie Kirillow weiter behauptet.