Zur Zeit schaut die Welt gebannt auf Mariupol. Denn die ukrainische Stadt steht kurz vor dem Fall. Einige ukrainische Kämpfer haben sich in die Stahlfabrik Asowtal zurückgezogen, doch ihre Lage ist aussichtslos. Der Kommandeur der verbliebenen Truppen ist Sergey Wolyna (30), Kommandeur der 36. Marinebrigade. Er und seine Männer sind in Mariupol eingekesselt. Nun sendet der ukrainische Offizier einen verzweifelten Hilferuf an die deutsche Bundesregierung.
Die "Bild"-Zeitung konnte Wolyna in einem unterirdischen Bunker des "Asow“-Werks kontaktieren. Von dort sendet der ukrainische Kommandant einen verzweifelten Hilferuf an die deutsche Bundesregierung. Zudem hat er dieser einen Brief geschrieben, den die deutschen Medien nun veröffentlichen. In seinem Hilferuf wendet sich Wolyna persönlich an Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier, den Bundeskanzler Olaf Scholz und Außenministerin Annalena Baerbock, sowie das deutsche Volk. Darin bittet der Militär "das große Übel" Wladimir Putin aufzuhalten. Dieser habe unter Vorspiegelung falscher Tatsachen einen Krieg vom Zaun gebrochen. Deshalb solle auch Deutschland sich nun auf die richtige Seite schlagen, um das Böse zu bekämpfen. Unter anderem geht Wolyna auf die Kriegsverbechen der russischen Soldaten und die verzweifelte Lage seiner eigenen Soldaten ein.