"Schauen Sie sich unsere Partner Italien, Frankreich und Spanien an. Sie sind zu demselben Schluss gekommen wie wir“.
Selbst von den Grünen kam Kritik an Scholz. So erklärte
Grünen-Politiker Anton Hofreiter: "Wir haben längst einen Alleingang – nämlich, dass wir weniger tun als alle unsere Nachbarn“, zeigte sich Hofreiter beim ZDF enttäuscht von der Haltung des Kanzlers. Dieser habe argumentiert, dass eine direkte Lieferung von Waffen zu einer Ausweitung des Krieges führen könnte. Ein Argument, mit dem er bei Hofreiter offenbar keine Punkte ernten kann. Dieser vertritt offenbar die Meinung, dass die Gefahr für eine Ausweitung des Krieges dann steige, wenn Russland einem Sieg immer näherkomme. Noch weiter geht Grünen-Politiker Jan Albrecht (39). Dieser wirft dem Bundeskanzler gar vor, die Öffentlichkeit täuschen zu wollen. "Was ich überhaupt nicht ausstehen kann: Den plumpen Versuch, der Öffentlichkeit weis zu machen, man vertrete eine EU-weit geeinte Position und alles andere seien Alleingänge, wenn es in Wirklichkeit genau andersherum ist und Deutschland auf weiter Flur alleine da steht“, kritisierte Albrecht bei Twitter. Nun droht bei diesem Thema weiterer Streit. Denn offenbar will die Union im Bundestag dieses Thema auf's Tablett bringen. Falls dann Grüne und FDP für direkte Waffenlieferungen stimmen würden, könnte die Regierung in eine erste große Krise rutschen.