Zum Teil waren die Namen einiger Mitglieder der Brigade veröffentlicht und diese offen als Kriegsverbrecher bezeichnet worden.
Unterdessen hat sich der ukrainische Chef-Verhandler bei den Friedensgesprächen, Mychajlo Podoljak (50), zu dieser Ehrung auf Twitter geäußert: "Während man darüber debattiert, ob die russischen Verbrechen in der Ukraine als Völkermord bezeichnet werden können, lacht Russland der Welt weiter ins Gesicht. Putin verlieh der in Butscha stationierten Brigade den Ehrentitel ,Für Heldentum und Mut’“, schreibt Podoljak und wirft den russischen Truppen den Mord an Kindern und die Vergewaltigung von Frauen vor. Die an die Soldaten verliehene Ehrung ist offenbar die zweithöchste Stufe der militärischen Ehrung in Russland. Experten sehen darin ein klares Zeichen des Kremls, "dass
die Vergewaltigungen und Tötungen ein Teil der von Putin angeordneten Strategie“ gewesen sind. Nach dem Abzug der russischen Truppen waren zahlreiche Zivilisten mit gefesselten Händen erschossen aufgefunden worden.
Laut dem Bürgermeister von Butscha, Anatolij Fedoruk (49), soll es insgesamt 403 zivile Tote gegeben haben, die von den russischen Truppen bestialisch gefoltert und ermordet wurden.