Angeblich soll es sich bei den britischen Kriegsgefangenen um Aiden Aslin und Shaun Pinner handeln, die während des Konflikts auf Seiten der Ukraine gekämpft haben. Die Männer sollen dann offenbar in der Ukraine in Gefangenschaft geraten sein. Wo das Video aufgenommen wurde und in welchem Zustand die Männer sind, ist vollkommen unklar. Die russischen Medien berichten, dass die Männer in der südukrainischen Hafenstadt Mariupol festgenommen worden sein sollen. In dem Video werden die Gefangenen vom russische Reporter Andrej Rudenko befragt. Diese bekommen ein Video von Medwedtschuks Frau Oxana Martschenko gezeigt, in dem diese den Austausch der beiden Briten gegen ihren Mann fordert. Dann bitten die beiden Briten auf Englisch ebenfalls um einen solchen Austausch. Zudem hat nach Berichten der englischen Tageszeitung "Daily Telegraph" auch Aslins Mutter Ang Wood um die Freilassung ihres Sohnes gebeten. Sie erklärte, dass der 28-Jährige ein "Mitglied der ukrainischen Streitkräfte und ist als solcher ein Kriegsgefangener, der mit Menschlichkeit behandelt werden muss."
Der prorussische Unternehmer Medwedtschuk war zunächst in der Ukraine unter Hausarrest gestellt worden und dann im Frauenkleidern geflohen. Vor einigen Tagen konnte er dann festgenommen werde. Der Mann gilt als enger Freund von Wladimir Putin und fordert nun seine Austausch. Dafür sollen die Russen den eingeschlossenen ukrainischen Soldaten und den Bewohnern von Mariupol den Abzug aus der zerstörten Stadt genehmigen. Laut ukrainischer Seite gibt es keine Möglichkeit für die Zivilisten die Stadt über humanitäre Korridore zu verlassen. Schon in der Vorwoche hatte der ukrainische Präsident Selenskyj angeboten, Medwedtschuk gegen ukrainische Kriegsgefangene auszutauschen. Damals
hatte Kreml-Sprecher Dmitri Peskow diesen Austausch aber abgelehnt, da der Unternehmen "kein russischer Staatsbürger“ sei.