Denn die russische Offensive in der Ukraine soll bereits unmittelbar bevorstehen. Die aus Kiew und Umgebung abgezogenen Einheiten haben sich in der Ostukraine neu formiert und planen dort nun einen massiven Angriff auf die Region Donbass. Die Wettervorhersage geht tatsächlich von Samstag bis Donnerstag von Regenfälle aus. Allerdings wohl nicht so stark wie von Arestovych erhofft. Zudem soll es relativ mild bleiben. Um die hart umkämpfte Stadt Mariupol soll es fast vollkommen trocken bleiben. Dort sei erst am Montag oder Dienstag mit leichtem Regen zu rechnen. Angeblich sei schon der Beginn des Krieges in der Ukraine von den Russen verschoben worden. Damals war es bereits verhältnismäßig warm, was den Einmarsch wetterbedingt zurückgeworfen habe. Schlammige Böden sind generell schwierig für einen militärischen Vormarsch.
In der Ukraine kommt es zwei mal im Jahr zu Wetterphasen in denen mit Feuchtigkeit und tiefen Böden gerechnet werden muss. Und zwar einmal im Frühjahr und dann erneut im Herbst. Schmelzender Schnee macht die Wege abseits der befestigten Straßen zur Zeit fast unbefahrbar. Und auch für die russischen Panzer und Truppen dürfte dies den Vormarsch verlangsamen, wie Militär-Experte und Selenskyj-Berater Arestovych hofft. Sobald die Russen nur befestigte Straßen nutzen können, erleichtert dies die Gegenwehr deutlich. Trotzdem sollte dieser Effekt auch nicht überbewertet werden wie Militär-Experte Gustav Gressel vom "European Council in Foreign Relations“ erklärt. "Generell spielt das Thema Wetter kaum eine Rolle“, glaubt Gressel. Denn die heutigen Panzer seien hoch entwickelt und modern und auf vollkommen andere Anforderungen ausgelegt als die Panzer im Zweiten Weltkrieg. Deshalb glaubt Gressel, dass das schlechte Wetter der russischen Vormarsch zwar verlangsamen aber nicht stoppen kann.