Zuletzt hatte auch der Geheimdienst FSB Putins Wut auf siche gezogen. Wegen der Probleme in der Ukraine seien bereits 150 Mitarbeiter des FSB entlassen oder sogar ins Gefängnis gesteckt worden. Dies berichten jetzt übereinstimmend die britische Tageszeitung "Times" und das Recherche-Netzwerk "Bellingcat“. So sitzt der ehemalige Leiter der Behörde, Sergej Beseda (68), im gefürchtetem Lefortowo-Knast in Moskau. Zuvor war der 68-Jährige unter Hausarrest gestellt worden. Im werden Geheimnisverrat, Korruption und Unterschlagung vorgeworfen. Offenbar sucht Putin nach Maulwürfen, die Informationen an die ukrainischen Behörden durchstechen. Zuletzt seien die Wohnungen von mehr als 20 Geheimdienstmitarbeitern durchsucht worden. Auf diese Weise versucht Putin von den eigenen Misserfolgen abzulenken.
Nicht leicht haben es auch die in Russland lebenden Ukrainer. Diese werden seit Wochen von der Polizei und dem Geheimdienst FSB befragt oder einbestellt. Diese werden zu ihren Beziehungen in der Ukraine befragt und bekommen ihre Handys und Konten in sozialen Netzwerken überprüft. Wegen dieses Drucks haben viele Ukrainer das Land verlassen. Schon der Besitz einer Fahne der Ukraine kann im Zweifelsfall hart bestraft werden. Zudem müssen die Ukrainer vor allem in den Grenzregionen mit ethnischen Säuberungen rechnen. Allem Anschein nach folgt Putin also auch in dieser Hinsicht seinem Vorbild Stalin.