Diese Menschen lassen sich zur Zeit nicht einmal durch die hohen Hürden einer Auswanderung abhalten. Denn die Russen dürfen maximal 10.000 Dollar im Gepäck haben. Dazu kommen dann fehlende Sprachkenntnisse, große Probleme bei internationalen Finanztransaktionen und für russische Bürger geschlossene Botschaften und Lufträume. Beliebte Ziele sind zur Zeit Länder der Eurasischen Union. Dazu gehören beispielsweise Armenien, Kasachstan oder Kirgistan. Dort können sich die Russen bis zu 30 Tage aufhalten und sogar mit ihren Rubel Konten eröffnen. Zuletzt waren auch Georgien, Aserbaidschan, Dubai, die Türkei, Griechenland, Serbien, Usbekistan, Bulgarien oder die Mongolei mögliche Länder für die russischen Auswanderer. Trotz aller Probleme buchen die meisten Russen einfach One-Way-Tickets, weil sie einfach nur weg wollen. Auf kurze Sicht profitiert Putin davon, dass die jungen und gebildeten Leute das Land verlassen. Denn diese könnten Putins falsches Spiel als erste aufdecken. Auf lange Sicht wird Russland unter dieser Situation aber schwer leiden. Denn durch die Abwanderung schwindet Russland Humankapital, das so leicht nicht zu ersetzen sein wird.
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