Keine angenehme Woche für Gesundheitsminister Karl Lauterbach (59, SPD). Denn dessen Pläne zur Bewältigung der Pandemie liegen nun komplett in Trümmern. Noch am Montag hatte Lauterbach angekündigt, dass sowohl Isolierung und Quarantäne nach einer bestätigten Corona-Infektionen ab Mai lediglich freiwillig seien. Doch bereits am Dienstag musste Lauterbach diese Pläne bereits wieder aufgeben. Immer mehr Kritik kommt hoch und immer wilder werden die Aktionen des Ministers
Doch Lauterbachs größte Niederlage in dieser Woche dürfte das Scheitern der Impfpflicht ab 60 Jahren gewesen sein. Dieses Vorhaben hatte im Bundestag nicht genügende Stimmen erhalten. Einen zweiten Anlauf wollten dann weder Lauterbach noch Bundeskanzler Olaf Scholz riskieren. Dieser erklärte später vor der Presse: "Es gibt im Bundestag keine Gesetzgebungsmehrheit für eine Impf-Pflicht.“ Nun bleiben die Impfungen für den Normalbürger also weiter freiwillig und der Gesundheitsminister muss weiter an die Menschen appellieren sich impfen zu lassen. Trotzdem sagt Lauterbach: "Ich glaube, dass ich das Vertrauen der Breite der Bevölkerung nicht verloren habe.“ Allerdings scheinen die nackten Zahlen eine andere Sprache zu sprechen. Die
"BILD am SONNTAG" hatte eine Insa-Umfrage in Auftrag gegeben. Diese kommt zum Ergebnis, dass eine Mehrheit von 55 Prozent der Bundesbüger mit Lauterbachs Arbeit unzufrieden ist, während lediglich 36 Prozent der Befragten weiterhin hinter Lauterbachs Arbeit stehen.