Und das Vorgehen der russischen Soldaten scheint nun Konsequenzen zu haben. Denn die Atomenergiebehörde der Ukraine Energoatom vermutet, dass sich viele der russischen Soldaten, die im Sperrgebiet von Tschernobyl im Einsatz gewesen sind, mit radioaktivem Material verseucht haben. "Es ist unmöglich, das Ausmaß der radioaktiven Verstrahlung russischer Soldaten zu beziffern“, hatte der Kraftwerksdirektor Walerij Sejda erklärt. Unterdessen schrieb die stellvertretende Ministerpräsidentin der Ukraine, Iryna Wereschtschuk, bei Facebook, dass viele russische Soldaten vermutlich eine so hohe Strahlendosis ausgesetzt waren, dass "deren Folgen ihnen Ärzte in Schutzanzügen erklären werden müssen“. Offenbar waren die Soldaten von ihren Vorgesetzten vollkommen ahnungslos in die verstrahlte Region geschickt worden. Wie das ukrainische Verteidigungsministerium schreibt, zeige dieser Vorgang die "völliger Vernachlässigung des menschlichen Lebens, sogar der eigenen Untergebenen" und fügte in dem Statement dann noch hinzu: "So sieht ein Killerstaat aus.“