Wieso der Kreml aktuell doch von höheren Verlusten spricht, ist bislang nicht komplett geklärt. Doch angeblich erfahren viele russische Familie auch durch die Ukraine vom Tod ihrer Angehörigen. Dies könnte einer der Gründe sein, wieso die niedrigen Gefallenen-Zahlen aus dem Kreml schlichtweg nicht mehr haltbar sind. "Fahrzeuge und Waffensysteme waren zu Beginn des Angriffs häufig nicht einsatzbereit, die Soldaten wurden weder über das Kriegsziel aufgeklärt, noch wurden sie adäquat versorgt, und kaum jemand fühlte sich für gefallene oder verwundete Kameraden verantwortlich“, verdeutlicht Osteuropa-Experte Jan Claas Behrends (52) bei der "FAZ". Deshalb überraschen den Experten auch die Meldungen von hohen Verlusten bei den russischen Führungsoffizieren nicht. "Die Verachtung der Führung für die eigenen Truppen ist erschreckend, die Kampfmoral dementsprechend schlecht“, erklärt Behrends, wieso die Generäle an vorderster Front vorangehen müssen, damit ihnen die Soldaten überhaupt folgen.