Putin droht dem Westen - ab heute kein Gas mehr? Jederzeit könnte Putin den Hahn zudrehen!

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Putin droht dem Westen - ab heute kein Gas mehr? Jederzeit könnte Putin den Hahn zudrehen!

News (2 / 1) 01.04.2023 23:34 / Julia Symbolbild imago


Heute wird die Bundesregierung besonders aufmerksam nach Moskau schauen. Denn dort will die Putin-Regierung gemeinsam mit Gazprom und der russischen Zentralbank eine Lösung für die Gaszahlungen finden, die in einem Gesetz verankert werden sollen. Trotzdem bleibt der deutsche Wirtschaftsminister Robert Habeck weiter misstrauisch. "Dann werden wir erst genau wissen, was das bedeutet, ob die Aussagen von gestern und die von heute in einem Widerspruch stehen oder ob das alles nur ein kommunikativer Irrtum ist. Wir müssen wachsam sein. Sie wissen, dass wir heute eine Frühwarnstufe ausgerufen haben, um diese Wachsamkeit auch zu formalisieren.“ Seit Tagen kommen nämlich unterschiedliche Meldungen aus Moskau, die ziemlich verwirrend sind. Doch offenbar scheinen die Zahlungen für die Gaslieferungen auch weiter in Euro an die Gazprom-Bank überwiesen werden können. Diese ist auch nicht von den Sanktionen betroffen. "Die Bank konvertiere dann das Geld in Rubel“, heißt es aktuell aus den Kreisen der russischen Regierung.

Diese Folgen hätte ein Gasstopp durch Russland

Sollten die Russen die Gaslieferungen an Deutschland tatsächlich einstellen, müssten viele Fabriken ihre Produktion stilllegen. Dies würde sich dann in Kurzarbeit und Entlassungen niederschlagen. Hunderttausende Arbeitsplätze wären alleine in der Chemie-Industrie in Gefahr. Zudem würde ein Gas-Krieg mit Liefereinbrüchen

laut Berechnungen der Wirtschaftsweisen einen Wohstandsverlust von 75 Prozent für jeden deutschen Bürger bedeuten. Das wären über 900 Euro für jeden Bundesbürger. "Dieser Krieg wird uns alle ärmer machen“, hatte Habeck bereits angekündigt. Zudem werden wohl die Energiepreise auch weiter Ansteigen, obwohl diese mittlerweile im Vergleich zum März im Vorjahr um fast 40 Prozent höher liegen. Dies hat auch Auswirkungen auf die Lebensmittelpreise, die sich im letzten jahr um 6,2 Prozent verteuert haben. Einzig positiver Gesichtspunkt ist, dass Putin mit einem Lieferstopp ebenfalls viel zu verlieren hat. "Ein Lieferstopp würde zunächst einmal die Russen sehr, sehr hart treffen“, prognostiziert die Wirtschaftsweise Monika Grimm. Und trotzdem: "Putin kann uns jederzeit das Gas abdrehen. Deutschland muss sich auf diesen Fall der Fälle vorbereiten“, bestätigt Unions-Fraktionsvize Jens Spahn (41, CDU)