Doch auch während dieser Umgruppierung gehen die Kämpfe um verschiedene ukrainische Städte weiter, wie beispielsweise im Norden der Ukraine in der Stadt
Tschernihiw. Oder im Südosten, wo die Städte Rubischne, Sjewjerodonezk und Mariupol im Zentrum scharfer russischer Angriffe stehen. Nun berichtet der Bürgermeister von Mariupol, Wadym Bojtschenko, von extrem schweren Kämpfen und dem rücksichtslosen Vorgehen des russischen Militärs gegen die Zivilbevölkerung. "Ihre Aufgabe ist einfach, die Stadt von der Erdoberfläche auszuradieren, samt Bewohnern", erklärte Boijtschenko in einem Interview. Unterdessen haben ukrainische Truppen vor allem rund um die Hauptstadt Kiew zahlreiche Stellungen der russischen Truppen zurückerobert. In der Stadt Trostjanez bei Sumy im Nordosten der Ukraine sollen den ukrainischen Streitkräften gar Waffen, Munition und Ausrüstung der Russen in die Hände gefallen sein. In den besetzten Gebieten im Süden gehe die russische Nationalgarde hart gegen die Bevölkerung vor, um die aufkeimenden Proteste gegen die russischen Besetzer im Keim zu ersticken.